Aufenthalt

Die Dauer des Aufenthaltes ist dem Bedarf und den Bedürfnissen des/der BewohnersIn anzupassen und wird in Zusammenarbeit mit der einweisenden Stelle festgelegt.

Entwicklungsplanung: Während des Aufenthalts werden alle 6 Monate  Standortbestimmungen in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsverantwortlichen und den zuweisenden Stellen und der SVA etc. durchgeführt. Individuelle Aufenthaltsvereinbarungen mit Entwicklungszielen, die gemeinsam überprüft und neu formuliert werden, geben Auskunft über die situationsbezogene Betreuungsintensität.

Dokumentation / Reporting

Die Familien dokumentieren den Aufenthalt nach festgelegten Kriterien und sind zum Reporting verpflichtet.

Eltern / Angehörigenarbeit

Angepasst an das Alter und die individuellen Themen des/der BewohnersIn werden geeignete und individuelle Formen der Kooperation mit familiären Bezugssystemen gesucht und gestaltet. In Krisensituationen werden Eltern informiert.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Eine an den individuellen Bedarf angepasste Zusammenarbeit mit externen Begleit- und Unterstützungsangeboten wird angestrebt. Insbesondere eine gute Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsbetrieb, Arbeitgebern und externen TherapeutInnen ist für den Begleitprozess von Bedeutung. Im Umgang mit Krisen ist zudem das Ambulatorium Dielsdorf eine zentrale Anlaufstelle.

Heimarzt

Gemeinschaftspraxis Dr. med. Ch. Köppel
Chlupfwisstrasse 34
8165 Oberweningen

Beschwerdeverfahren

Bei Problemen wenden sich die BewohnerInnen in erster Linie an die Bezugsperson. Ist das Problem nicht lösbar, wendet sich der/die BewohnerIn oder die Bezugsperson an die Fachstelle.

Beschwerden gegenüber der Bezugsperson sind in jedem Fall an die Fachstelle zu richten. Beschwerden gegen die Fachstelle richtet der/die Bewohnerin / die einweisende Behörde an den Vereinsvorstand. Sämtliche schriftlichen Beschwerden werden schriftlich beantwortet.

Sanktionsphilosophie

Bei Sanktionen wird immer das Prinzip der Verhältnismässigkeit berücksichtigt. Unerwünschtes Verhalten wird thematisiert und individuell mit dem/der BewohnerIn geregelt (z.B. Nicht erledigen von Aufgaben im Haushalt, Unangemessenes Verhalten). Sanktionen müssen auf die Umstände und Entwicklung des/der BewohnerIn angepasst sein.

In den Hausordnungen sind die Regeln für das Zusammenleben formuliert. Diese sind nicht verhandelbar. Bei groben Verstössen werden vor einem Ausschluss mündliche und schriftliche Verwarnungen erteilt. Akute Selbst- oder Fremdgefährdung kann zum sofortigen Abbruch des Aufenthaltes führen.

Wohnen und Ausbildung Egghof hat individuelle Hausordnungen, die der Situation (lebt der/die BewohnerIn alleine in einem Studio oder ist sie Teil der Wohngruppe) angepasst sind.